Leitungswechsel bei der Ausbildung ForModula

Bis zum 31. Juli 2025 leitete Paolo Capelli die Fachbereiche der Katholischen Landeskirche Graubünden. Am 1. August 2025 kam es zu einem personellen Wechsel und Lars Gschwend übernahm die Leitung der Fachbereiche und Spezialseelsorge.

Paolo Capelli blieb den Fachbereichen bis Ende Juli 2026 als Leiter des Fachbereichs Ausbildung (ForModula) erhalten. 19 Jahren setzte er sich mit Begeisterung für die Ausbildung der katechetisch Tätigen ein. Die Mitarbeitenden der Landeskirche, aber auch all jene, welche mit Paolo Capelli zusammengearbeitet haben, werden ihn vermissen. Über all die Jahre war er in verschiedenen Gremien tätig und auch massgeblich bei der Umsetzung der organisatorischen Neuausrichtung beteiligt. Bei der Umsetzung des Modells 1+1 war er genauso engagiert, wie bei der Erstellung des ökumenischen Lehrplans 2018 oder der Broschüre «Kirche GR kurz erklärt» für Kirchenvorstände. Unzählige katechetisch Tätige durften sich von ihm beraten lassen.
Seine ruhige, besonnene und ausgeglichene Art prägte sein Wirken innerhalb der Landeskirche. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an sein langjähriges Engagement.

Lars Gschwend, Leitung Fachbereiche

 

Einige persönliche Worte zum Abschied von Paolo Capelli:

Arrivederci!

Nach 19 Jahren erfüllter und spannender Tätigkeit im Bereich Religionsunterricht und Katechese gemeinsam mit vielen wunderbaren Menschen, Mitarbeitende und Katechetinnen und Katecheten in Ausbildung, nehme ich mir Zeit für eine Pause. Für einige Monate werde ich nach Kolumbien reisen, um Freunde in ihrer Arbeit für Menschenrechte und in der Seelsorge zu unterstützen.

Die Leitung der Ausbildung ForModula hat bereits am 1. Juli Catia Niedermann übernommen, die seit zwei Jahren mit grossem Engagement als Ausbildnerin tätig ist. Gemeinsam mit Eric Petrini wird sie die Entwicklung von ForModula weiterführen und die aktuelle Kursgruppe fachlich und menschlich optimal begleiten.

Mit grosser Dankbarkeit verabschiede ich mich nun aus dem Fachbereich Ausbildung und wünsche allen von Herzen Gottes Segen und Freude in eurem Sein und Tun.

Paolo Capelli

Erinnerungsfeier für frühverstorbene Kinder

Am 9. Mai 2026 fand die Erinnerungsfeier für frühverstorbene Kinder auf dem Friedhof Daleu in Chur statt. Die Feier fand direkt auf dem Grabfeld statt. Die Erinnerungsfeier ist jeweils ein Zusammenwirken von zwei Trauerbegleiterinnen, mir als Spitalseelsorgerin sowie wechselnden Musiker*innen. Wir bemühen uns, eine religiöse Offenheit zu behalten, ohne auf den Trost und die Kraft der religiösen Hoffnungsbilder zu verzichten. Bei den Teilnehmenden fand dies bisher Anklang. Die Stimmung war feierlich, traurig und schön: Die Teilnehmenden standen oder sassen in einem grossen Kreis, Geschwisterkinder spielten etwas abseits mit zur Verfügung gestelltem Spielzeug. Anschliessend gab es einen Apéro, der angesichts des herrlichen Wetters direkt neben dem Grabfeld stattfinden konnte. Dort ergaben sich verbindende Begegnungen unter den Trauerfamilien und mit uns.

Text: Kirstin Schneebeli

🎶 «Clom» ist da!

Die katholische und reformierte Landeskirche Graubünden veröffentlichen erstmals gemeinsam ein neues romanisches Gesangbuch. Das Werk mit dem Namen «Clom» («Ruf») vereint Tradition und neue Stimmen – ökumenisch, modern und tief in der romanischen Kultur verwurzelt.

Über Pfingsten wird das neue Gesangbuch in vier festlichen Gottesdiensten offiziell vorgestellt und gefeiert:

📍 Pfingstsonntag, 24. Mai, 9.30 Uhr – Kirche S. Gions, Disentis
📍 Pfingstsonntag, 24. Mai, 17.00 Uhr – Kirche Pleif, Vella
📍 Pfingstmontag, 25. Mai, 10.00 Uhr – Kirche St. Martin, Zillis
📍 Pfingstmontag, 25. Mai, 17.00 Uhr – Kirche Maria Himmelfahrt, Sagogn

Ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Glauben und die lebendige romanische Sprache.

TEBE ŽEĐAM – Tag der geistlichen Erneuerung in Chur

Am 30. Mai 2026 findet in der Stadthalle Chur eine geistliche Erneuerung für alle Generationen statt – für Jugendliche, Familien und Ältere.
Das Programm beginnt um 14:00 Uhr mit einer Katechese von Pater Ante Vučković, danach folgen Workshops und ein gemeinsames Programm.
Ab 16:00 Uhr besteht die Möglichkeit zur Beichte sowie Glaubenszeugnisse – Raphael Haslinger (Ehemaliger Satanist) und Ksenija

Digitales Lehrmittel zum ökumenischen Lehrplan für Religionsunterricht: „Nach Gott und der Welt fragen – Religion sinnstiftend unterrichten“

Die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden hat im Rahmen eines grösseren Projekts zum ökumenischen Lehrplan Religion Graubünden das neue digitale Lehrmittel „Nach Gott und der Welt fragen“ erarbeitet. Das Lehrmittel steht in der Unter- und Mittelstufe auf das Schuljahr 2026/27 zur Verfügung, für die Oberstufe auf Ende 2026. Zu diesem Zeitpunkt beginnen auch die Übersetzungen für die romanische und italienische Version.

Die Katholische Landeskirche Graubünden begrüsst dieses neue Lehrmittel ausdrücklich. In einer ersten Prüfung wurde entschieden, dass das Lehrmittel grundsätzlich auch katholischen Religionslehrpersonen zur Verfügung gestellt werden soll. Ziel ist es, dies spätestens auf das Schuljahr 2027/28 anzustreben.

Der Landeskirchenvorstand klärt derzeit noch Detailfragen und wird im Oktober einen entsprechenden Antrag für einen Kredit dem Landeskirchenparlament unterbreiten. Unterstützt wird der Vorstand bei diesem Geschäft durch die Fachbereiche.
Die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden bietet im Juni fünf halbtägige Weiterbildungen für das neue, digitale Lehrmittel an. Diese kann auch von Personen mit einem katholischen Arbeitsvertrag bereits besucht werden. Sofern der Kreditantrag durch das Landeskirchenparlament genehmigt wird und die Vereinbarung zur Nutzung des digitalen Lehrmittels zwischen den Landeskirchen in Kraft ist, kann der Zugang zum digitalen Lehrmittel für Lehrpersonen mit einem katholischen Arbeitsvertrag, die die Schulung besucht haben, ermöglicht werden.

Wir freuen uns, dass die ökumenische Zusammenarbeit im Religionsunterricht an vielen Orten gelebt und umgesetzt wird. Das neue Lehrmittel kann diese gewachsene Praxis unterstützen und weiter stärken.

Marion Hilber, Fachbereich Religionsunterricht
Lars Gschwend, Leitung Fachbereiche

Landeskirche schafft Fachbereich Diakonie

Seit dem 1. März verfügt die Katholische Landeskirche Graubünden über einen neuen Fachbereich: Diakonie. Die Leitung übernimmt Tamara Landolt, die mit einem Pensum von 20 Prozent für diesen Bereich angestellt ist.

Diakonie steht für den konkreten Dienst am Menschen. Im Mittelpunkt steht das Handeln aus dem Glauben heraus – besonders für Menschen, die Unterstützung, Begleitung oder Solidarität brauchen und deren Stimme oft zu wenig gehört wird. Diakonisches Engagement zeigt sich etwa in sozialem Einsatz, generationenübergreifenden Initiativen und im Einsatz für eine Kultur der Achtsamkeit und des Miteinanders.

Der neue Fachbereich hat zum Ziel, diakonische Initiativen in den Pfarreien des Kantons Graubünden zu fördern, zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Verantwortliche vor Ort sollen dabei unterstützt werden, soziale Projekte zu stärken und neue Formen kirchlichen Engagements zu ermöglichen.

Die Landeskirche heisst Tamara Landolt herzlich willkommen und wünscht ihr für ihre neue Aufgabe viel Freude und gutes Gelingen.