Digitales Lehrmittel zum ökumenischen Lehrplan für Religionsunterricht: „Nach Gott und der Welt fragen – Religion sinnstiftend unterrichten“
Die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden hat im Rahmen eines grösseren Projekts zum ökumenischen Lehrplan Religion Graubünden das neue digitale Lehrmittel „Nach Gott und der Welt fragen“ erarbeitet. Das Lehrmittel steht in der Unter- und Mittelstufe auf das Schuljahr 2026/27 zur Verfügung, für die Oberstufe auf Ende 2026. Zu diesem Zeitpunkt beginnen auch die Übersetzungen für die romanische und italienische Version.
Die Katholische Landeskirche Graubünden begrüsst dieses neue Lehrmittel ausdrücklich. In einer ersten Prüfung wurde entschieden, dass das Lehrmittel grundsätzlich auch katholischen Religionslehrpersonen zur Verfügung gestellt werden soll. Ziel ist es, dies spätestens auf das Schuljahr 2027/28 anzustreben.
Der Landeskirchenvorstand klärt derzeit noch Detailfragen und wird im Oktober einen entsprechenden Antrag für einen Kredit dem Landeskirchenparlament unterbreiten. Unterstützt wird der Vorstand bei diesem Geschäft durch die Fachbereiche.
Die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden bietet im Juni fünf halbtägige Weiterbildungen für das neue, digitale Lehrmittel an. Diese kann auch von Personen mit einem katholischen Arbeitsvertrag bereits besucht werden. Sofern der Kreditantrag durch das Landeskirchenparlament genehmigt wird und die Vereinbarung zur Nutzung des digitalen Lehrmittels zwischen den Landeskirchen in Kraft ist, kann der Zugang zum digitalen Lehrmittel für Lehrpersonen mit einem katholischen Arbeitsvertrag, die die Schulung besucht haben, ermöglicht werden.
Wir freuen uns, dass die ökumenische Zusammenarbeit im Religionsunterricht an vielen Orten gelebt und umgesetzt wird. Das neue Lehrmittel kann diese gewachsene Praxis unterstützen und weiter stärken.
Marion Hilber, Fachbereich Religionsunterricht
Lars Gschwend, Leitung Fachbereiche
