Monatsimpuls im März 2026
Im Oktober 1995 veröffentlicht Queen den Song «Heaven For Everyone» und er wird zum Welterfolg. Auch wenn die Wurzeln bereits im Jahr 1988 liegen, scheint der Text des Songs nicht an Relevanz zu verlieren, im Gegenteil:
«This could be heaven for everyone
This world could be fed
This world could be fun
This could be heaven for everyone
This world could be free
This world could be one»
Die einfachen Worte zeichnen eine Vision: eine Welt, in der Menschen satt werden, frei leben können und miteinander verbunden sind. Eine Welt, die für alle ein Stück Himmel sein könnte.
Wie aber kann dieser «Himmel für alle» zu unserem Alltag und somit Wirklichkeit werden? Vielleicht beginnt es genau damit, uns gegenseitig wahrzunehmen, Verantwortung füreinander zu übernehmen und sich für all jene einzusetzen, deren Stimme nicht gehört wird. Wo Menschen aus Mitgefühl, Solidarität und aus der Überzeugung heraus, dass jeder Mensch eine von Gott geschenkte, unverlierbare Würde besitzt und somit Aufmerksamkeit verdient.
In Anbetracht der aktuellen Weltlage mit bewaffneten Konflikten, Kriegen, Missbräuchen, Diskriminierung, Hunger und all dem weiteren Leid ist es nicht einfach, die Hoffnung auf einen «Himmel für alle» zu bewahren. Wie soll ein einzelner Mensch die Welt zum Guten ändern? Alles Böse verdrängen und den Menschen im Grundsatz verbessern? Müssen wir so gross denken oder wäre nicht schon viel erreicht, wenn wir unsere eigene Welt und die Welt unseres Umfeldes versuchen zu verbessern? Und sei es vielleicht nur mit einem Lächeln am Morgen, einer kleinen Aufmerksamkeit, einem Kompliment.
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mk 12,31) lehrt uns, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt bedingungslos zu lieben. Diese Haltung in verschiedenen Lebenssituationen einzuüben und zu leben ist schwieriger als gesagt. Und vielleicht schaffen wir es doch, uns und unser Umfeld mit der Begeisterung der Nächstenliebe Jesu anzustecken und so die Welt im Kleinen zu verbessern. Ein hoffnungsvoller und lohnender Gedanke, welchen es weiter zu verfolgen gilt und erst dann abgeschlossen sein wird, wenn wir den «Himmel für alle» erreicht haben.
*Die Autorin wurde im Jahr vor dem Song geboren, wuchs im äusseren Kantonsteil des Kanton Schwyz auf, machte ihre Berufliche Laufbahn innerhalb der Pflege vom EFZ bis zum Bachelor in Pflege, engagierte sich in der (Jugend)Feuerwehr, als FirstResponder und in verschiedenen Vereinen. Heute studiert sie an der Theologischen Hochschule in Chur, ist Mitarbeiterin im CareTeam des Kantonsspital Graubünden und seit 1. März 2026 im Fachbereich Diakonie der katholischen Landeskirche Graubünden mit einem Pensum von 20%.
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Tamara Landolt | Theologin i.A.
Katholische Landeskirche Graubünden | Fachbereich Diakonie
tamara.landolt@gr.kath.ch
081 254 36 04
